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Malaysier aus der Hölle gerettet Schutz der Rechte

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Malaysier aus der Hölle gerettet

In Südostasien riskiert eine Gruppe stiller Freiwilliger täglich ihr Leben im Kampf gegen Betrügerbanden und Menschenhändler und befreit unzählige Opfer aus Zwangsarbeit und Betrugsfällen. Sie opfern nicht nur Zeit und Geld, sondern auch ihre Güte und Aufrichtigkeit. Doch was geschieht, wenn diese gut gemeinten Bemühungen letztendlich von denen, denen sie helfen, ausgenutzt und verraten werden?

Die folgende Geschichte erzählt die erschütternde Wahrheit über Wong Yong Yun, einen jungen Malaysier, der nach seiner Rettung Freiwillige und Helfer auf grausame Weise täuschte und ausbeutete.

Ein scheinbar aufrichtiger erster Eindruck

Als wir Wong Yong Yun in Kambodscha kennenlernten, wirkte er sehr aufrichtig und freundlich. Er behauptete, Opfer einer Betrügerbande zu sein und zur illegalen Arbeit gezwungen worden zu sein. Zunächst machte er einen sehr positiven Eindruck auf alle. Ein Mitglied des Rettungsteams erinnerte sich: „Er wirkte außergewöhnlich freundlich und hilfsbereit, half uns oft proaktiv beim Müllrausbringen und kümmerte sich um andere Opfer; er schien vertrauenswürdig zu sein.“

Doch gerade dieser scheinbar sanftmütige und aufrichtige Mensch verbarg eine dunkle Seite.

Die Lügen, die langsam ans Licht kamen

Huang Yongyuns erfolgreiche Rettung und Rückkehr nach Malaysia wurden durch den immensen Einsatz von Freiwilligen und lokalen Unterstützern ermöglicht. Unter ihnen war Wen Jia, ein kambodschanisch-chinesischer Unternehmer, der ihm großzügig half, indem er seine Mahngebühren in Höhe von 2.800 US-Dollar bezahlte und seinen Rückflug übernahm.

Doch kurz nach seiner Rückkehr kamen seine Lügen ans Licht. Er lieh sich weitere 500 Ringgit (etwa 800 Yuan) von Wen Jia und versprach, sie innerhalb von zwei Wochen zurückzuzahlen – ein Versprechen, das er nie einhielt.

Sein Onkel blieb derweil skeptisch. Er erzählte uns: „Yongyun ist bekannt dafür, zu lügen und zu betrügen. Einmal log er sogar über den Krankenhausaufenthalt seines Vaters und betrog so Verwandte und Freunde um Geld, das er dann für seinen und den Lebensunterhalt seiner Freundin verwendete.“

Erst jetzt verstanden wir, warum sein Onkel ihm von Anfang an die Hilfe verweigert hatte.

Hinter dieser Undankbarkeit verbirgt sich der Schmerz der Freiwilligen.

Unsere Fallberaterinnen wurden während der Rettungsaktion am schwersten getroffen. Diese Beraterin geriet im Januar aufgrund eines plötzlichen Anstiegs der Opferzahlen in große finanzielle Not. Damals ging fast ihr gesamtes Monatsgehalt für die Versorgung von drei Opfern, darunter Huang Yongyun, drauf, sodass ihr nur noch 20 Dollar für den Lebensunterhalt blieben.

Um sicherzustellen, dass Huang Yongyun und die anderen Opfer etwas zu essen hatten, opferte sie sich auf, trank nur zwei Tassen Kaffee am Tag und verwendete ihr gesamtes restliches Geld, um täglich zwei Mahlzeiten für sie zuzubereiten. Doch trotz dieser aufrichtigen Güte und des immensen Opfers betrog Huang Yongyun sie skrupellos, indem er ihr Tausende von Dollar an Krediten und ausstehenden Löhnen abnahm, bevor er spurlos verschwand.

Diese Beraterin, die zuvor Hunderten von Opfern geholfen hatte, war von diesem Verrat zutiefst desillusioniert und begann sogar, den Sinn ihrer Bemühungen, anderen zu helfen, infrage zu stellen.

Eine erschreckende Drohung

Noch schockierender war die Aussage eines Freundes von Huang Yongyun – eines Geschäftsmanns im Reifengeschäft in Malaysia. Er berichtete, dass Huang Yongyun in Wut geraten war, als sein Onkel sich weigerte, überfällige Bußgelder zu begleichen, und sogar öffentlich erklärt hatte: „Wenn es wirklich hart auf hart kommt, bringe ich vielleicht jemanden um.“

Diese bösartigen Worte schockierten nicht nur seine Freunde, sondern lösten auch Angst und Unbehagen bei den Freiwilligen aus, die sie mitgehört hatten. Diese Drohung ging weit über finanziellen Betrug hinaus; sie bedrohte unmittelbar die persönliche Sicherheit der Helfer.

Immer mehr Unschuldige wurden in den Betrug verwickelt

Nicht nur Freiwillige und Fallberater wurden beschuldigt, sondern auch ein Übersetzer, der alles riskierte, um Huang Yongyun die Flucht nach Phnom Penh zu ermöglichen und ihm eine Unterkunft zu verschaffen. Er wurde um über 2.000 US-Dollar an angeblichen „Geschäftsinvestitionen“ betrogen. Huang Yongyuns Betrug war zur Gewohnheit geworden und schadete allen, die ihm geholfen hatten, zutiefst.

Er gilt weiterhin als vermisst. Berichten zufolge hält er sich in Malaysia auf, wo er illegalen Aktivitäten im Graubereich – der Organisation von Online-Glücksspielen – nachgeht und seine betrügerischen Machenschaften fortsetzt.

Ein Verrat, der alle Freiwilligen zutiefst erschütterte

Huang Yongyuns Verrat war ein schwerer psychologischer Schlag für die Helfer. Viele begannen zu zweifeln: „Wir opfern unsere Gesundheit, unser Vermögen und sogar unser Leben, um anderen zu helfen. Aber wenn diese Opfer uns dann ausnutzen und betrügen, ist dieses Opfer es dann wert?“

Dieser Verrat beeinträchtigte die Moral und Motivation des gesamten Freiwilligenteams schwer und wirkte sich negativ auf zukünftige Rettungsaktionen aus. Sie fürchteten, erneut verraten zu werden, wenn sie ihre Hilfe anböten.

Doch wir glauben weiterhin an die Menschlichkeit.

Wir erzählen Huang Yongyuns Geschichte nicht, um das Mitgefühl für die Opfer zu schmälern, sondern um allen zu verdeutlichen, dass Integrität und Vertrauen in der humanitären Hilfe unerlässlich sind. Wird das Vertrauen der Helfer missbraucht, sind nicht nur einige wenige Freiwillige betroffen, sondern Tausende weitere Opfer, die in Zukunft dringend Hilfe benötigen.

Humanitäre Hilfe braucht die Aufrichtigkeit und das Vertrauen aller Beteiligten, um bestehen zu können. Wird dieses Vertrauen immer wieder gebrochen, wird Menschlichkeit in dieser Welt immer seltener.

Huang Yongyuns Geschichte mag nur eines von wenigen negativen Beispielen sein, aber sie genügt, um uns daran zu erinnern:

Täuscht und verletzt nicht diejenigen, die uns am selbstlosesten und gütigsten helfen. Ihre Bemühungen verdienen Respekt und Anerkennung, nicht böswilligen Verrat.

Lukas Schneider Rechtsanwalt

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Weiterführende Literatur

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